Meinen ersten Kontakt mit einem Baumläufernest hatte ich vor fast 60 Jahren
auf dem Truppenübungsplatz Döberitz (heute Sielmannstiftung Döberitzer Heide).
Unbeabsichtigt hatte ich das Nest zerstört,
weil ich neugierung hinter eine abstehende Baumrinde schauen wollte.
Dabei purzelten die winzigen Eier heraus und gingen zu Bruch.
Das war mir so peinlich, daß ich es bis heute niemanden erzählt habe.
Der links abgebildete Baum ist eine sehr alte Weide an der Wandse in Hamburg.
Die an vielen Stellen lochere Borke bietet dem Baumläufer ideale Nistmöglichkeiten:
Ende März 2007 bauten sie dort ihr Nest.
Im Februar 2009 wurde der Baum wegen Brückenbauarbeiten in unmittelbarer Nähe gefällt.
  
1 Ein Baumläufer trägt Nistmaterial ein.
2 Der Einschlupf zum Nest ist kaum zu erkennen.
3 Soeben eingeschlüpft,
winkt er noch einmal mit Nistmaterial.
4 Ein maroder Baumläufernistkasten, nur 100 Meter weiter. Leider halten die Verschlüsse dieser Betonnistkästen selten lange.
Das Ergebnis sieht man bei dieser Nisthilfe. Die Tür ist herausgefallen.
Wegen Neubau der Pulverhofbrücke wurde die schöne uralte Weide mit der vielen losen Baumrinde im März 2009 ersatzlos gefällt.
Lebensraum - toter Baum. Solche Sprüche kennt man in Hamburg nicht und schon gar nicht in der Finanzkriese. Das Fällen von Bäumen schafft schließlich Arbeitsplätze.
Dafür lassen sie lieber die mit Hakenkreuzen gekennzeichneten Bäume stehen.

Als ich diesen Nistkasten sah, glaubte ich zunächst,
da hätte sich jemand einen Spaß gemacht und das Flugloch vergessen.
Ich hatte nämlich das hinten liegende Einflugloch übersehen.
Und dann dachte ich, der Erbauer hatte wohl keinen Bohrer zur Hand gehabt und mußte das Loch mit der Säge anfertigen. Inzwischen bin auch ich darauf gekommen,
daß es wohl ein Kasten für Baumläufer ist.
Es war ein ziemlich langer Lernprozeß! 
Das gute Stück hängt im Schloßpark Sanssouci in Potsdam.
Ein Baumläufernistkasten aus Beton.
Man sieht sie eher selten.
Wenigstens ist an diesem der Verschluß noch intakt.
Im Dezember 2008 im Wandsbeker Gehölz gefunden.
Noch ein Baumläuferkasten aus Beton, aber eine andere Art.
Auf diesem Bild sind 2 gut getarnte Baumläufer zu sehen. Von dem zweiten sieht man rechts neben dem ersten nur den Schwanz herauslugen.
Das Foto entstand per Zufall, als ich im Juni 2006 in Schloßpark Sanssouci stunden- und tagelang über mehrere Wochen einen Mittelspecht beobachtete.
Hätten sich die Baumläufer nicht bewegt, wären sie mir gar nicht aufgefallen.
Sie sind hervorragend getarnt! Im Fotoalbum finden Sie auch einen Baumläufer mit 2 Kindern am Baum
Dieser Blumentopf ist auch eine Nisthilfe für die Baumläufer, denn das Einflugloch zeigt direkt zum Baum,
so daß die Baumläufer ihrem Namen gerecht werden können und bequem in das Nest laufen können, nicht fliegen.
Gefunden im April 2008 in Hamburg-Tonndorf an der Wandse.
  Ein Nistksten aus Beton mit gleich zwei Eingängen oder einem Notausgang, gefunden 2006 im Sachsenwald und ein ganz normaler Nistkasten Nummer 48, der so aufgehängt wurde, daß er auch den Baumläufern gefallen kann, nämlich mit dem Eingang direkt am Baum, also zu Fuß erreichbar.


Nistschale von Hasselfeld.
In freier Natur habe ich diese Lösung noch nicht gesehen. Sehr einfach, sehr leicht zu reinigen und ganz wichtig, der Baumläufer hat Kontakt zur Rinde des Baumes. Und zudem ist er noch sehr einfach aufzuhängen. Gefällt mir sehr gut!
Nisthilfen für Baumläufer bei Googl suchen

Das ist ein Nistkasten in einer Kleingartenanlage in Hamburg. Eigentlich gehört er nicht in den Teil Baumläufernisthilfen. Aber Baumläufer nisten nun einmal gern hinter sich ablösender Baumrinde. Hier geht das zwar nicht, weil das Nest ja wohl herausfiele. Aber es ist doch ein interessantes Bild. Und vielleicht interessiert sich eines Tages ja doch ein Baumläufer für diese schöne Höhle?
Am 30. März 2009
streifte ich durch das mäandernde Feuchtgebiet der Wandse
im Hamburger Stadtteil Tonndorf
 
Dort hängte ein Vogelfreund verschiedene Eigenbaunisthilfen aus Beton oder Ton auf. Diese hier ist ein farblich angepaßter Blumentopf aus gebranntem Ton, der allseitig geschlossen ist. Leider war zwischen mir und der Birke mit dieser Nisthilfe die Wandse. So kam ich nicht heran und vermute mal, daß es sich um eine Nisthilfe für den Baumläufer handelt und das Einschlupfloch für mich nicht sichtbar sich direkt am Baum befindet.
Mitte April kam ich wieder dort vorbei und wollte es nun aber mal genau wissen und pirschte mich von der anderen Seite durch feuchtes Gelände heran, nasse Füße inbegriffen!
Das Loch ist genau unten, also nicht an der Rinde des Baumes.
Ein eventuelles Nest würde dann ja wohl auf das Loch rutschen, es sei denn, es ist im Topf noch so etwas wie eine Sperre eingebaut (ein Betonbrocken?).
Diese Nisthilfe ist unbewohnt. Wäre ich ein Baumläufer, würde ich da auch nicht reinwollen. Aber Versuch macht klug und probieren geht über studieren.
Ein abgestürzter Baumläufernistkasten in Rahlstedt (HH). Bis zum Erdboden hat er es aber nicht geschafft. Unterwegs verfing er sich in einer Gabelung der Birke. So ist er nur noch für Anschauungszwecke tauglich. Nun kann man ihn auch mal von innen bestaunen. Sieht man ja auch nicht alle Tage.
Im Mai 2009 sah ich an der Wandse, wie Bäumläufer hoch in einer Erle die gut getarnten Jungen fütterten.
Hier das 2-Minuten-Baumläufer-Video bei YouTube
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