Es ließ mir keine Ruhe.
Nachdem es bis Mittag kalt und regnerisch war, hellte es gegen 14 Uhr auf. Ich fuhr mit dem Fahrrad zu den Düsteren Teichen, in der kleinen Hoffnung,
daß ich noch den Rest des Schauspiels mit dem Laichen wie am Vortage erleben könnte. Dieses Mal hatte ich das Stativ eingepackt und den Regenschirm nicht vergessen. Rechts des großen Teiches gab es eine Überraschung:
Ich war noch keine 200 m am Teich geradelt, da kam mir etwas Dunkles genau in Augenhöhe entgegen geflogen.
Ein Greifvogel mit einer großen schwarzen Beute. Ich meine, es war ein Bleßhuhn. Kurz vor mir bog er segelnd ab, raus auf die Wiese.
Sicher hatte auch er einen entgegen kommenden Radfahrer nicht erwartet. Nach gut 100 m landete er auf dem Hügel rechts vom Hochstand mitten auf der Wiese. Ein zweiter Greif flog direkt hinterher. Sie gehörten wohl zusammen.
Auf eine solche Begegnung war ich nicht vorbereitet. Kamera und Stativ waren im Rucksack. Als ich sah, daß er gelandet war,
wollte ich das große Mahl aus der Ferne aufnehmen. Dazu schob ich mein Fahrrad kurzerhand aus dem Wald heraus. Das war leider etwas dumm und unüberlegt!
Er nahm mir diese Unvorsichtigkeit sofort übel, schnappte seine Beute und haute ab. Ich hätte es wissen müssen.
Ich suchte dann nach gerupften Federn, fand aber keine.
Die schöne Aussicht auf dem Hügel nutzte ich für ein paar Fotos.
Die Schauerwolken hatten sich gerade über mir entladen.
Auch das Objektiv wurde getroffen.
Die dunklen Wolken passen gut zu den Düsteren Teichen.
Und alles wirkte noch gespenstischer!

Vom Hügel aus wurde ich Zeuge, wie der Fußweg im geschützten Bereich des Biotops mit Pferden beritten wurde. 04.04.2006 15:02 Uhr
Jeder denkt hier nur an SICH Ich bin der Einzige, der an MICH denkt! |